WAS
IST TELLINGTON TOUCH?
Der Tellington Touch ist ein völlig neuer Weg, um Tiere zu heilen und zu erziehen.
Er kann helfen, sie zu beruhigen, ihr Vertrauen wiederherzustellen und ihre
Ängste und Schmerzen zu lindern. Und er kann viele Leiden positiv
beeinflussen...
Der Tellington - Touch besteht aus einer Reihe von Kreisbewegungen und Lifts
mit den Fingern und der Hand über den ganzen Körper. Das Ziel von Tellington
Touch ist es, die Zellenfunktion zu aktivieren, verspannte Stellen zu lösen,
Berührungsängste zu nehmen, unerwünschte Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu
verändern, Schmerzen zu lindern, die Heilung von Wunden zu beschleunigen und
natürlich um die Mensch – Tier – Beziehung zu vertiefen.
Kenntnisse der Anatomie des Hundes sind nicht erforderlich.
Ein Beispiel: Hunde mit eingezogener Rute haben oft ein sehr unsicheres Selbstbild
und reagieren häufig aus Angst aggressiv. Mit dem Tellington Touch ist es
möglich die Rute gewaltfrei zu lösen und zu entspannen, dies gibt dem Hund mehr
Selbstsicherheit, reduziert den Widerstand und Angstreflexe und gibt dem Hund
die Möglichkeit zu agieren statt zu reagieren.
Tellington Touch wirkt natürlich nicht sofort, aber über einen längeren
Zeitraum angewendet, kann man eine positive Veränderung beim Hund bemerken.
Hierbei gilt es vor allem geduldig zu sein.
Für die verschiedenen TTouches gilt:
Die Hand kreist locker und die Kreise bewegen sich im Uhrzeigersinn.
"Beginnen Sie bei der Sechs der imaginären Uhr und bewegen Sie die Haut
bis zur Zwölf, dann wieder bis zur Sechs und herauf bis zur Neun. Besonders
wirkungsvoll ist es, wenn Sie die kreisenden TTouches linienförmig über den
Körper streichen. Haben Sie einen Kreis beendet, streichen Sie ein Stück weiter
auf dem Fell und beginnen einen neuen Kreis. Die Hand soll dabei locker
aufliegen und die Haut mit geringem Druck bewegen. Achten Sie dabei auf ruhige
gleichmäßige Atmung. Sollte der Hund anfangen, zu schmatzen, sich über die
Lippen leckt und genüsslich gähnt, ist es ein sicheres Zeichen dafür, dass er
völlig entspannt ist.
Wolken-Leopard-TTouch
Er ist wohltuend und entspannend. Aus ihm haben sich alle kreisenden TTouches
entwickelt. Hier wird mit den Fingerkuppen gearbeitet. Man beginnt mit
kreisenden Bewegungen am Kopf, folgt dann in einer geraden Linie über Hals,
Schulter, Flanken bis zum Ende des Rückens. In dieser Weise zieht man die
Linien parallel zueinander über den ganzen Hundekörper. Der
Wolken-Leopard-TTouch hat sich bei Nervosität und Angst, Schüchternheit und
Hyperaktivität bewährt. Beim Sport und vor der Hundeprüfung ist er genial, um
den Hund auf seine Aufgabe vorzubereiten.
Liegender-Leopard-TTouch
Während beim Wolken-Leopard-TTouch mit den Fingerkuppen gearbeitet wird, bleibt
beim Liegenden-Leopard-TTouch die Hand flach auf dem Körper des Tieres. Sie
erzeugt Wärme und wirkt somit entspannend. Dieser TTouch hilft bei Muskelkater
und Hüftproblemen. Man wendet ihn aber auch bei Angstzuständen an (zum Beispiel
vor lauten Geräuschen). Bei Schock und bei bevorstehenden Operationen wirkt er
beruhigend und entspannend.
Tiger-TTouch
Er kann großflächigen Juckreiz stillen, aber auch einen hyperaktiven Hund
beruhigen. Hierbei formt der Therapeut die Hand zu einer Kralle. Die Finger
stehen etwa 1 cm breit auseinander, so daß nur die Fingerspitzen die Haut unter
dem Fell berühren. Jeder einzelne Finger beschreibt einen selbständigen Kreis.
Der Daumen bleibt ruhig in Kontakt mit dem Körper des Tieres.
Waschbär-TTouch
Hierbei bewegt man die Haut mit gebeugten Fingerspitzen in einem Winkel von
etwa 90 Grad und minimalem Druck in winzigen Kreisen herum. Er wird gerne bei
Schmerzen und Verspannungen im Rücken und an den Oberschenkeln angewandt. Der
Waschbär – TTouch an den Pfoten nimmt die Angst vor dem Krallenschneiden, ist
aber auch sehr wirkungsvoll bei wundgelaufenen Ballen und Verletzungen, vor
allem, wenn der Hund sich dort nicht anfassen lässt. Bei Beschwerden durch HD
können Schmerzen verringert werden. Ebenso wirkungsvoll ist er bei Welpen, wenn
sie die Muttermilch verweigern.
Ohren – TTouch
Er ist für die meisten Probleme der effektivste TTouch.
Schon in der alten Heilkunst war es bekannt, über die Ohren auf Körper und
Organe einzuwirken. Das zeigt unter anderem die Akupunktur, die noch heute
erfolgreich eingesetzt wird.
Das zügige und etwas kräftigere Ausstreichen der Ohren, zum Beispiel nach einem
Unfall, oder vor einer Operation, stabilisiert den Kreislauf. Soll der Hund
beruhigt werden, streicht man sanft und langsam über die Ohren. Hat der Hund
Stehohren, so werden diese von der Basis bis zur Spitze ausgestrichen.
Schlappohren werden waagerecht von der Basis bis zur Spitze behandelt, wobei
man das Ohr mit einer Hand stütz. Dieser TTouch wirkt sehr entspannend und
hilft unter anderem bei Angst vor Geräuschen, Lampenfieber, Erbrechen und
Unruhe beim Autofahren, Verdauungsproblemen, Bauchschmerzen und als Unterstützung
während der Geburt.
Maul – TTouch
Er wirkt auf das limbische System, die Randgebiete zwischen Hirnstamm und
Großhirn. So, wie wir Menschen unsere Emotionen im Gesicht zeigen, so drückt
sie der Hund durch das Maul aus. Maul-TTouches helfen bei Angst, Stress,
Nervosität, Hyperaktivität, unkontrolliertem Bellen und Winseln. Darüber hinaus
fördert die Maularbeit die Gesundheit der Zähne und ist eine gute Vorbereitung
zum Zähneputzen und zur Untersuchung beim Tierarzt. Der Hund liegt entspannt
auf der Seite. Bitte immer beachten, das die Finger angefeuchtet werden und das
Maul beim touchen feucht bleibt.
Man beginnt mit dem Liegenden-Leoparden-TTouch am Maulwinkel. Die andere Hand
stütz den Kopf des Hundes. Mit weichen Leoparden – TTouches wandert man in
Richtung Nase, gleitet weiter unter die Lippe und abstreicht auf dem
Zahnfleisch entlang, wobei man die Lefzen mit dem Daumen vorsichtig nach oben
schiebt.
Bauchheben
Es entspannt die Bauchmuskeln, vertieft die Atmung und wirkt daher krampflösend.
Man wendet es bei Verdauungsproblemen, Nervosität, aber auch bei trächtigen
Hündinnen an. Dabei legt man die linke Hand unter den Bauch des Hundes, die
rechte liegt auf seinem Rücken. Die linke Hand übt nun sechs Sekunden lang so
viel Druck aus, dass es der Hund als angenehm empfindet. Danach wird langsam
der Druck reduziert. Das gleiche lässt sich auch mit dem Handtuch ausführen.
Man zieht das Handtuch unter den Rumpf des Hundes hindurch, so dass die Mitte
des Tuches unter seinem Bauch liegt.